Vorwort

Der Personal Computer -

vom Großrechner zum Massenprodukt

Es ist mehr als ein Klischee, wenn festgestellt wird, daß sich kaum etwas schneller entwickelt hat als die Computer-Technologie. Den Anfang machte der 25-jähriger Amerikaner Herman Hollerith Ende des 19. Jahrhunderts mit einer Maschine, die auf elektro-mechanischer Basis doppelt so schnell zählen konnte wie ein Mensch und die zum Speichern von Buchstaben und Zahlen Lochkarten benutzte.

Doch so richtig ins Rollen kam die Entwicklung der elektronischen Superhirne erst 1934 durch den von Konrad Zuse entwickelten Großrechner Z1. Zu damaliger Zeit zwar hauptsächlich für Kriegszwecke misbraucht, legte er aber dennoch den Grundstein zu einer neuen, fantastischen Ära, welche sowohl die gesamte Arbeitswelt, als auch das Freizeitempfinden der Menschheit grundlegend revolutionieren sollte.

Im Laufe der vergangenen siebzig Jahre gab es daraufhin viele fantastische Entwicklungen und das Tempo, mit der diese voranschritten, war atemberaubend schnell und extrem spannend, wie noch niemals in anderen Bereichen zuvor.

Viele Unternehmen kamen und gingen, viele Markennamen entstanden und verschwanden wieder. Zahlreiche Patente erblickten niemals das Licht der Öffentlichkeit. Mit der Zeit, hauptsächlich zu Beginn der siebziger Jahre, gelang es schließlich einigen namhaften Ingenieuren und Firmen die nahezu unbezahlbaren und riesigen Großrechner immer mehr zu miniaturisieren. Angefangen vom einfachen Taschenrechner, waren plötzlich auch Bastelsätze als Massenprodukt für Heimanwender und Desktop Computer (von PC`s war noch nicht die Rede, da es keinen einheitlichen Standard gab) für Firmen erhältlich.

Der Computer hielt also Einzug in die Büros und privaten Haushalte. Durch den IBM - PC, anfang der achtziger Jahre vom gleichnahmigen Hersteller entwickelt, wurde schlußendlich versucht den Bürocomputer zu standardisieren und offen zu lizensieren um den Preis niedrig halten zu können.

Andere findige Entwickler versuchten das Gleiche mit teilweise erheblich besseren Technologien - was allerdings durch die Verwendung von nicht - standardisierten "Custom" - Bauteilen und falscher Marktstrategie entweder zum Scheitern verurteilt war, oder in Nischenmärkten endete.

Durch die Marktmacht eines Konzerns, der Anfang der Neunziger Jahre eine aus anderen Technologien aufgesetzte grafische Benutzeroberfläche für den standard Industrie-PC entwickelte, wurde der Industrie-PC zum billigen Massenprodukt und zu einer der lukrativsten Geschäftszweige überhaupt, konzentriert auf einige wenige Konzerne mit überdurchschnittlichem Machtpotential.

Da die Geschichte des Personal Computers eine sehr umfangreiche Materie ist und die Entwicklung derart rasant voranschreitet, das es nahezu unmöglich ist, so wie in anderen Bereichen der "Computer-History" auf dem neuesten Stand zu bleiben, beschränkt sich dieser Bereich lediglich auf die geschichtliche Entwicklung des Standard PC´s - auf einzelne Unternehmen und deren Produkte wird nur bedingt eingegangen.

Dennoch viel Spass beim Lesen:-))

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